Transistortester/Komponententester – das Universalgenie

Erdacht und entworfen von Markus Frejek,

Jeder Bastler kennt wohl dieses Problem: Man baut einen Transistor aus einem Gerät aus oder kramt einen aus der Bastelkiste. Wenn die Typenbezeichnung zu erkennen ist (und sie einem bekannt ist), ist ja alles in Ordnung. Oft ist dem aber nicht so, und dann geht das Übliche mal wieder los: Typ und Pinbelegung des Transistors aus dem Internet oder einem Buch heraussuchen. Das nervt auf Dauer natürlich ziemlich. Auch Transistoren im gleichen Gehäuse haben nicht immer die gleiche Pin-Belegung. Zum Beispiel hat ein 2N5551 eine andere Belegung als ein BC547, obwohl beide ein TO92 Gehäuse haben. Wenn bei einem Transistor die Bezeichnung nicht mehr zu erkennen ist (oder nicht mal Google was dazu weiß), wird es mit konventionellen Methoden richtig umständlich, den Transistortypen herauszufinden: Es könnte sich um NPN, PNP, N-oder P-Kanal-Mosfet, etc. handeln. Eventuell hat das Bauteil auch noch eine Schutzdiode intern. Das macht die Identifizierung noch schwieriger. Durchprobieren per Hand ist also ein recht zeitraubendes Unterfangen.

weiterentwickelt von Karl-Heinz Kübbeler,

Ich habe das Transistortester Projekt von Markus Frejek weitergeführt und speziell die Software weiterentwickelt. Aufgrund der verbesserten Eigenschaften wurde schon der Name Komponententester vorgeschlagen. Ich selbst sehe aber immer noch die herausragende Eigenschaft in der automatischen Bestimmung von Transistortyp und Eigenschaft, wie sie von Markus Frejek entwickelt wurde.

bietet der Transistor- respektive Komponententester zahlreiche nützliche Funktionen für den geneigten Elektroniker.

  • Automatische Erkennung von NPN, PNP, N- und P-Kanal MOSFET, JFET, Dioden und Kleinsignal Thyristor und TRIAC
  • Automatische Erkennung der Pin-Belegung der Bauteile – der Anschluss der Bauelemente kann beliebig erfolgen
  • Messung des Stromverstärkungsfaktors und der Basis-Emitter Spannung für bipolare Transistoren, auch für Darlingtontransistoren
  • Automatische Erkennung eine Schutzdiode für bipolare Transistoren und MOSFETs
  • Bis zu zwei Widerstände werden in einer Messung mit einer Auflösung von bis zu 0,1 Ohm gemessen, wobei der Meßbereich bis über 50 MOhm reicht
  • Widerstandswerte unter 10 Ohm werden für den ATmega168/328 mit der ESR-Meßmethode mit einer Auflösung von 0.01 Ohm angezeigt
  • Ein angeschlossener Kondensator kann gemessen werden im Bereich 35pF bis 100mF mit einer Auflösung von bis zu 1 pF
  • Widerstände und Kondensatoren werden mit ihren Symbolen dargestellt, umgeben von den gefundenen Anschlußpinnummern
  • Die Widerstands und Kondensator-Werte werden mit bis zu vier Dezimalstellen in der richtigen Dimension angezeigt
  • Bis zu zwei Dioden werden ebenfalls mit ihrer Symboldarstellung flußrichtungsrichtig angezeigt, umgeben von den Anschlußpin Nummern und der zusätzlichen Angabe der Flußspannung
  • Bei einzelnen Dioden wird zusätzlich der Kapazitätswert und auch der Strom in Sperr-Richtung gemessen
  • Für ATmega168/328 ist eine Kalibration der Nullkapazität, des Nullwiderstandes und weiterer Parameter im Selbsttest-Zweig möglich
  • Für ATmega168/328 können auch Induktivitäten von etwa 0.01mH bis über 20H erkannt und gemessen werden
  • Für ATmega168/328 ist eine ESR-Messung (Equivalent Series Resistance) für Kondensatoren über 0.18 µF mit einer Auflösung von 0.01 Ohm integriert
  • für ATmega168/328 wird für Kondensatoren über 5 nF der Spannungsverlust Vloss nach einem Ladepuls untersucht. Damit läßt sich die Güte der Kondensatoren abschätzen

In der Minimalversion ist ein funktionsfähiger Aufbau mit nur 25 Bauelementen + Atmega(8/168/328) + Display möglich. Für höhere Genauigkeit der Kapazitätsmessung ist ein Betrieb mit Quarz (8Mhz) zu empfehlen.

Diskussionen finden sich im offiziellen Thread auf mikrocontroller.net, aktuelle Software und Dokumentation sind im SVN gespeichert. Wer nicht selbst bauen möchte/kann – es gibt (gut funktionierende) chinesische Nachbauten Versionen bei Ebay/Alibaba. Diese kosten je nach Version zwischen 13 – 30€ (Stand 12/2013)

Der hier gezeigte Transistortester basiert (mit einigen Anpassungen [keine automatische Abschaltung, 8Mhz Quarz, Atmega168]) auf dem Layout von “KeinSchnickSchnack“.

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3 Antworten

  1. Eberhard Kunz sagt:

    Wo / wie kann man dieses hier beschriebene Gerät kaufen ? MfG. EE. Kunz

  1. 11. Dezember 2013

    […] wertvolle (und genaue) Dienste. Die Minimalversion kann einfach auf Lochraster aufgebaut werden. Transistortester/Komponententester – das Universalgenie – #360customs __________________ α β γ δ ε ζ η κ λ μ ξ […]

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